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Petenera

Die Petenera ist ein Gesang, der einem Aberglauben nach Unglück bringen soll und deshalb nur selten gesungen wird. Die Geschichte der Petenera erinnert ein wenig an die der Loreley. Ein schönes Mädchen namens Petenera, so sagt die Legende, soll von ihrem Liebhaber ermordet worden sein. Seit dem geht ihr Geist umher, um sich an den Männern zu rächen. Angeblich ist dieser Cante jüdischen Ursprungs, denn manch einer
der Texte (Letra) spricht von einer schönen Jüdin, die in die Synagoge geht.
Heute wird die Petenera immer häufiger auch getanzt, behält aber ihren dramatischen Charakter.

Rumba

Ein Tanz und Gesang lateinamerikanischer Herkunft. Eigentlich ist die kubanische Rumba nie zu einem typischen Stil des Flamenco geworden - sie beschränkt sich im Bereich des Flamencos nur auf wenige Stücke -, obwohl sie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Spanien, wegen ihres einfachen Rhythmus und den unkomplizierten Charakters, zu einem ausgesprochen populären Tanz avancierte.

Sevillanas

Die Sevillana hat sich aus der alten Segiudilla entwickelt, einem Volkstanz mit Gesang, den die Gitanos bereits im 17. Jahrhundert in ihr Repertoire aufgenommen haben. Die Sevillana, ursprünglich ein Tanz im 3⁄4-Takt, erfreut sich zunehmender Beliebtheit, sodass sie sich ständig weiterentwickelt und ihre metrische und musikalische Struktur ändert. Sie  besteht  immer aus 4 Strophen, mit gleicher Länge, anders als bei dem meisten anderen Palos. Auf Fiestas oder auf der Ferías  wird sie fast ausschließlich getanzt.

Siguiriya

Ursprünglich wurde die Siguiriya, ein stark von den Gitanos beeinflusster Stil, nicht getanzt. Erst Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde sie für den Baile flamenco entdeckt. Etwa 25 Jahre später wurden bei diesem Tanz erstmalig die Kastagnetten eingesetzt, die weniger mit dem Flamenco, als mit der andalusischen Folklore zu tun haben. Heute ist die Siguiriya nicht mehr von den Bühnen wegzudenken und zählt zu dem Grundrepertoire des Flamencotanzes.
Der Cante ist voller explosiver Kraft, Wut und Trauer, die sich im Tanz wiederspiegeln.

Soléa

Die Soléa gehört zu den wichtigsten der Flamencotänze. Sie gilt als typischer Frauentanz . Es heißt, sie wäre im 19. Jahrhundert das erste Mal von Rosario Monje getanzt worden. Die Soléa erreichte gegen Ende des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt, bevor sie in den 30er Jahren für lange Zeit von den Bühnen verschwand und beinahe in ganz Vergessenheit geriet. Heute gehört sie wieder zu den bekanntesten Tänzen, sie wird  Majestätisch, ernsthaft mit verhaltener Kraft getanzt.

Soléa por Buleria

Die Soleéa por Bulería hat sich aus der Soléa entwickelt, hat aber im Laufe der Zeit einen völlig neuen Charakter ausgeprägt. In der Tempo liegt sie zwischen der Soléa und der Bulería. Das Gitarrenspiel erinnert mehr an Bulerías.
Getanzt wird sie mit kraftvollen, trockenen, eher harten Bewegungen.
Häufige Remates halten den Spannungsbogen permanent oben.