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Verweise auf verschiedene Palos:

Einige der bekanntesten Palos (Stilrichtungen)
z.T. dem Flamenco Lexikon unter www.flamenco-germany.de entliehen

Alegria

Die Alegríá ist ein sehr heiterer Tanz ( Alegríá = Freude) unter den Bailes flamenco. Sie ist im Prinzip wie Soléa ein typisch weiblicher Tanz, der aber mit einer stärkeren Betonung auf den Zapateados - der perkussionsartig trommelnden Fußtechnik - immer wieder auch von Männern getanzt wird. Die Alegríá ist auf den 12er Rhythmus
aufgebaut.

Buleria

Unter den Bailes flamenco wird die Buleria heute am häufigsten getanzt. Bei Flamencoveranstaltungen wird sie oft als krönender Abschluss zum Finale gespielt, oder auch auf Juergas (kleineZusammentreffen von
Aficionados) spontan getanzt. Die Bailaores und Bailaoras tanzen zu der Buleria kleinere, z.T. improvisierte,  Solos während die Anderen die Tänzer durch Jaleos (aufmunternde Zurufe) und Palmas (rhythmisches Klatschen) anfeuern.
Burleske (Bulería soll sich sich von Spaß machen ableiten) und akrobatische oder witzige Einlagen prägen die kurzen Soloparts der Tänzer. Während der Bulerias weicht die ganze Schwere und Ernsthaftigkeit einer für den Flamenco eher untypischen Ausgelassenheit.

Fandangos

Der Fandango im Allgemeinen ist eine Gattung des Volksliedes, die in Andalusien weit verbreitet ist. Der Fandango de Huelva zählt neben dem Fandango de Córdoba zu den folkloristisch gebliebenen Tänzen, also heiter und unkompliziert . Beide sind nicht zu verwechseln mit den Fandangos Grandes oder den Fandangos aus Málaga, Granada und Levante, die zumeist als Schöpfung einzelner Künstler überliefert sind, die in das
Flamencorepertoire eingegliedert wurden.

Farruca

Die Farruca zählt unter den Baile chico eher zu den ernsteren Tänzen und wird mit sehr trocken Bewegungen, ohne Schnörkel (männlich) getanzt. Sie war – wie die ausgeprägten Zapateados zeigten – ein Männertanz.
Heute wird die Farruca auch von Frauen getanzt, die jedoch in Männerhosen auftreten. Die Wurzeln dieses Tanzes reichen zurück bis in das 19. Jahrhundert, aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Farruca stilisiert und so zu einem eigenen Stil des Flamencos ausgebaut. Sie gehört zu den Palos im Vierer-Rhythmus

Guajira

Die Guajira stammt wie die Rumba flamenca aus Lateinamerika. Sie entwickelte sich aus einem ursprünglich aus Kuba kommenden Volkslied, das im Laufe der Zeit aflamencisiert wurde und als Gesang heute zu den Cantes de ida y vuelta gehört. Sie wird ursprüglich von Frauen mit Habaníco (großer Tanzfächer) getanzt.
Der Charakter der Guajira  ist eher fröhlich und sehr kokett.